Sicherheitsrisiko!

Wir halten es für notwendig, an dieser Stelle noch einmal deutlich auf die Risiken dieser Extremsportart hinzuweisen:

Stellen Sie sich vor, Ihr Körper wird innerhalb 1,9 Sekunden auf Tempo 90km/h beschleunigt. Unmittelbar danach werden Sie  innerhalb von 0,8 Sekunden bei einem Bremsweg von 3,5 Metern auf 0km/h gebracht.

Beim Sprung aus großen Höhen wirken auf den Körper Kräfte wie bei einem mittelschweren Verkehrsunfall ein, nur ein  wirklich gut durchtrainierter Körper ist in der Lage, sich diesen Kräften zu stellen und ihnen standzuhalten.

Bei einem Kopfsprung zum Beispiel werden beim Eintauchen zuerst Hände, dann Unter- und Oberarme, schließlich der Kopf und die Schultern unter Wasser bereits der vollen Bremswirkung ausgesetzt,  während die über der Wasseroberfläche befindlichen Körperteile wie Rumpf, Unterkörper und Beine immer noch mit ungebremster Geschwindigkeit nachdrücken.

Unregelmäßigkeiten im Ablauf und der Eintauchphase des Klippensprungs können bei ungeübten und nicht trainierten Springern unter diesen ungünstigen Voraussetzungen zu schweren bis schwersten Verletzungen führen.

Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu springen ist lebensgefährlich.

Darüber hinaus muss sich der Springer  vor dem Sprung darüber im Klaren  sein, wohin er springt, das heißt, er hat sich vorher die Umgebung um die Eintauchstelle sowie die Wassertiefe angeschaut und diese auch persönlich abgetaucht.

Sofern also diese persönlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind, raten wir vor einem Klippensprung dringend ab.

Nicht umsonst gibt es Sicherheitsmaßregeln bei der Europameisterschaft und auch bei der Weltmeisterschaft: es befindet sich während der Veranstaltung ein Schlauchboot und ein Taucher auf der Wasseroberfläche, ein Taucher in 5 m Tiefe, ein dritter in 10m Tiefe, dieses eingespielte Team kann im Falle eines Unfalls sofort reagieren und die ersten medizinisch notwendigen Maßnahmen einleiten. Darüber hinaus befindet sich ein Rettungshubschrauber der Schweizer Bergwacht in Rufnähe.